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Pressemitteilung

Caniceus (Ödp-BIKK )fordert Integrationsrat für Kempen

Fraktionsloses Ratsmitglied bittet Verwaltung um Stellungnahme zur politischen Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte

Kempen – Das fraktionslose Ratsmitglied Caniceus (ödp-BIKK) im Rat der Stadt Kempen hat die Stadtverwaltung aufgefordert, zur möglichen Einrichtung eines Integrationsrates oder Integrationsausschusses Stellung zu nehmen. Ziel sei es, die politische Beteiligung von Menschen mit internationaler Geschichte in der Stadt zu stärken und die Integrationsarbeit strukturell weiterzuentwickeln.

Bis zur Corona-Pandemie existierte in Kempen der Arbeitskreis „Multikulturelles Forum", der über viele Jahre eine wichtige Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und Integrationsarbeit darstellte. Zuvor gab es bereits einen Ausländerbeirat, der sich mit den Anliegen von Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigte.

Seit der Corona-Pandemie ist der Arbeitskreis „Multikulturelles Forum" jedoch weitgehend zum Erliegen gekommen. Nach Einschätzung von Caniceus wurden bislang keine konkreten Maßnahmen ergriffen, um diese wichtige Struktur wieder zu aktivieren oder durch ein neues Beteiligungsgremium zu ersetzen.

In Kempen leben mittlerweile rund 20 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund. Aufgrund von Fluchtbewegungen sowie zunehmender Arbeits- und Ausbildungszuwanderung ist davon auszugehen, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

„Integration ist eine zentrale Säule für ein funktionierendes und respektvolles Zusammenleben in unserer Stadtgesellschaft", erklärt Caniceus. „Gerade deshalb ist es wichtig, Menschen mit internationaler Geschichte stärker einzubinden und ihnen eine institutionalisierte Möglichkeit zur Mitwirkung zu geben."

Vor diesem Hintergrund bittet Caniceus die Verwaltung um eine Stellungnahme, ob und in welcher Form in Kempen künftig ein Integrationsrat oder Integrationsausschuss eingerichtet werden kann.

 

Foto: Jeyaratnam Canideus

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