Pressemitteilung
Extremes Niedrigwasser des Rheins: Flutung das Hambach-Sees auf Sand gebaut
ÖDP aus Düsseldorf und vom Niederrhein fordert Überarbeitung der Nutzung der Braunkohleabbaugebiete unter Berücksichtigung des Klimawandels
(Düsseldorf/ Krefeld/Neuss/Mönchengladbach) – Der Wasserstand des Rheins sei so niedrig wie noch nie in der Zeit der Aufzeichnungen. Es fehlten nicht nur Niederschläge. Auch die Wasserspeicher Gletscher gingen langsam zur Neige. „Es ist ein Unding, an einer Planung für die Tagebaugruben festzuhalten, die ohne ausreichende Berücksichtigung des Klimawandels und seiner Folgen einst erstellt wurde,“ so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) vom Niederrhein.
Der dramatisch niedrige Pegelstand des Rheines habe nicht nur Auswirkungen auf die Wasserversorgung der Rheinanlieger, Er gefährde auch die Schifffahrt auf den Rhein und damit die Wirtschaft Deutschlands Es sei zwingend erforderlich, Aktivitäten für die Speicherung der Niederschläge mehr Beachtung und mehr Investitionen zu widmen. „Es geht dabei nicht nur um den Hochwasserschutz, sondern auch um den „Niedrig-Wasser-Schutz“, so die ÖDP vom Niederrhein.
Jetzt sei die Pipeline zur Flutung der Braunkohlegruben im rheinischen Revier in Bau. Für die ÖDP ein Anachronismus. Aus einem Rhein mit extremem Niedrigwasser lasse sich die erforderliche Wassermenge gar nicht entnehmen. Jetzt bereits könnten die Binnenschiffe den Rhein nur noch mit einer Teilladung befahren. Komme die Entnahme hinzu, werde die Situation noch dramatischer.
Auch führe der Wassermangel im Rhein zu einer Anreicherung von Schadstoffen im Rheinwasser. Es sei bekannt, dass PFAS beim Chem-Park Leverkusen in den Rhein gelangten. Bei Niedrigwasser würde dann Rheinwasser mit weitaus höherem PFAS-Gehalt in die Flutungsgebiete gepumpt, und zwar ungeklärt.
Die Wasserrückhaltefähigkeit des Rheins bei Hochwasser reiche bei weitem nicht für die geplante Wasserentnahme für die Braunkohlegruben aus. Daher fordere die ÖDP dringend eine Neuplanung unter Berücksichtigung der Folgen des Klimawandels.
Bildquelle Lizenz pexels-Amina-redza:
