Pressemitteilung
Hambach-Pipeline: Spatenstich in die Katastrophe
Der erste Spatenstich zur Rheinwasserleitung in die Tagebaue Hambach und Garzweiler wurde als Meilenstein gefeiert. Versprochen würden neue Seen, neue Landschaften. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) vom Niederrhein sieht diesen Spatenstich sehr kritisch. Er könnte sich als ein Spatenstich in die Katastrophe erweisen. Bildquelle: Pixabay_maxmann
(Düsseldorf/Krefeld/Neuss/Mönchengladbach)- Der erste Spatenstich zur Rheinwasserleitung in die Tagebaue Hambach und Garzweiler wurde als Meilenstein gefeiert. Versprochen würden neue Seen, neue Landschaften. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) vom Niederrhein sieht diesen Spatenstich sehr kritisch. Er könnte sich als ein Spatenstich in die Katastrophe erweisen.
Das Rheinwasser würde ungereinigt vom Rhein in die Abbaugruben im Rheinischen Tagebaugebiet gepumpt. Der Rhein stehe jedoch schon heute unter Druck – durch Niedrigwasser, Verringerung des Gletscherschmelzwassers, steigende Temperaturen und wachsende Belastung für Natur und Schifffahrt. Und trotzdem sollten über Jahrzehnte hinweg enorme Wassermengen entnommen werden.
Für die ÖDP vom Niederrhein sei klar:
Negative Folgen des Tagebaus ließen sich nicht einfach mit neuen Großprojekten „reparieren“, wenn diese eintreten!
Jetzt würden klare Regeln und Verantwortung gebraucht:
– Der Schutz des Rheins müsse oberste Priorität erhalten, das bedeute, Wasserentnahme nur bei stabilen Pegeln.
– Transparente, unabhängige Kontrolle von Wasserqualität und Umweltfolgen seien Grundvoraussetzung für dieses Projekt.
– Nutzung regionaler Wasserlösungen müsste Vorrang vor zusätzlicher Fernleitungen erhalten.
– Verursacher müssten für alle Folgekosten aufkommen und jetzt schon Rücklagen bilden, damit nicht später die Steuerzahler "die Zeche bezahlen" müsse.
– Eine langfristige Wasserstrategie für NRW müsse Vorrang für Trinkwasser und Ökosysteme einräumen.
- Die Renaturierung müsse ökologisch sinnvoll und nachhaltig sein, und das nicht nur auf dem Papier.
- Ungeklärtes und mit PFAS und anderen Schadstoffen belastetes Rheinwasser dürfe nicht in die Grube eingleitet werden. Schadstoffe würden sich hier anreichern und führten - so die ÖDP - unweigerlich in eine Ökokatastrophe.
Für die ÖDP vom Niederrhein stelle sich hier die Leitfrage: "Wie werden unsere Enkel dereinst über diese Entscheidungen denken." Hier habe die ÖDP berechtigte Zweifel, dass dieses das jetzige, leichtfertige und kurzfristige Projekt positiv bewerten würde. Vielmehr sei es wahrscheinlich, dass diese die ökologischen, gesundheitlichen und ökonomischen Folgen tragen müssten.
