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Pressemitteilung

ÖDP-Kritik Unions-Vorwürfen gegen Arbeitnehmer: „Unlautere Politik"

Die ÖDP vom Niederrhein: Merz und Söder sollten erst eigene Hausaufgaben lösen, ehe sie Arbeitnehmer anschwärzten.

                                                                                                                                             Symbolbild: Pixabay

 

Die CDU blase seit Wochen zum Großangriff auf deutsche Arbeitnehmer. Der Kanzler hilte die Menschen für „faul", sein CSU-Pendant Markus Söder wolle ihnen mehr Arbeitsstunden aufbrummen – um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Die Herren sollten erst einmal ihre eigenen Hausaufgaben abliefern, kontert dies dreiste Fordern der Unionsgranden die Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei) vom Niederrhein. Söder schaffe es in Bayern nicht einmal, Kitas und Schulen so auszustatten, dass die Betreuung der Kinder dort immer garantiert würde – das aber sei doch zwingend Voraussetzung dafür, dass Eltern überhaupt noch mehr arbeiten können.

Auch zeigten die Unionspolitiker Reiche, Merz und Söder ein sehr einseitiges Bild von "Wohlstand". Wohlstand habe nicht nur etwas mit Produktionsmengen zu tun. Wohlstand brauche auch Lebensqualität. Gegen diese polemisiere die Union mit der Verächtlichmachung von „Work-Live-Balance". Der Mensch lebe nun mal nicht nur von Gütern alleine. Diese Erkenntnis scheine den Unionspolitikern völlig abhandengekommen zu sein.

Auch strafen sie die Fakten lügen: Die geleistete Arbeitszeit in Deutschland habe 2024 einen Rekordwert von 54,7 Milliarden Stunden erreicht. 20 Jahre zuvor lag dieser Wert bei 47,7 Milliarden Stunden. Die individuelle Arbeitsleitung je Vollzeit-Erwerbstätigen läge 2024 bei 40,2 Wochenstunden; bei Teilezeitbeschäftigten sei diese binnen 10 Jahren von 19,3 auf 21.8 Wochenstunden in 2024 gestiegen. 2023 leisteten Arbeitskräfte im Schnitt pro Jahr 13,2 bezahlte und 18,4 unbezahlte Überstunden. Dies entlarve die Mär von den faulen Deutschen als plumpe Polemik.

Das ständige Eintreten auf angeblich nicht willige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist sei für die ÖDP nicht nur die falsche Politik. Wer dies so unlauter, jedoch umso lautstärker vertrete, disqualifiziere sich als ehrlicher Vertreter der Menschen. Die ÖDP verweise dagegen auf das ÖDP-Programm: Aufgrund zunehmender Belastungen im Erwerbsleben und oftmals unsicherer Arbeitsbedingungen falle es vielen Menschen schwer, das Berufs- und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen, analysiert die Naturschutzpartei. Gute und ehrliche Politik müsse dafür Lösungen anbieten – Beschimpfungen hülfen da niemand.

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