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Pressemitteilung

ÖDP warnt: Grundwasserrisiken der Flutung der Tagebaue ernst nehmen

Probebohrungen bei den Verdachtsflächen springen zu kurz

(Düsseldorf/Neuss/Viersen/Mönchengladbach) - Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) in Düsseldorf und am Niederrhein warnt vor der Gefahr der Grundwasserverschmutzung durch das Ende des Braunkohleabbaus und der Einleitung von Rheinwasser in die Gruben. Hier seien vor der Einleitung dringend Vorsorgemaßnahmen erforderlich. Lediglich Probebohrungen in Verdachtsgebieten, wie die Landesregierung jetzt durchführen will, reichten nach Meinung der ÖDP nicht aus.

Die Auflassung der Braunkohleabbaugebiete schafften eine Vielzahl von Risiken für die Menschen und die Umwelt. Die Problematik, die durch den Grundwasseranstieg entstünden, würde durch die Einleitung ungeklärten Rheinwassers in die Gruben Garzweiler, Hambach und Inden noch verschärft. Dass die Landesregierung jetzt 50 Verdachtsflächen in den Kreisen Heinsberg, Düren, Viersen, dem Rhein-Kreis Neuss, in der Städteregion Aachen und in Mönchengladbach unter die Lupe nehmen will, sei zu begrüßen.

Die angekündigten Untersuchungen seinen jedoch bei weitem nicht ausreichend, so die ÖDP. Insbesondere die Einleitung von mit PFAS-belastetem Wasser aus dem Rhein machten Sorgen, so das ÖDP. Das Grundwasser würde sowohl durch Schadstoffe im Boden, die durch die Erhöhung des Grundwasserspiegels mit Wasser in Berührung kämen, als auch durch eingeleitete Schadstoffe bedroht.

Die ÖDP kritisiert, dass die Untersuchungen jetzt erst stattfänden, obwohl die Flutung der Tagebaue bereits in 4 Jahren begänne. Bis die Ergebnisse vorlägen, vergingen mehrere Jahre. Für erforderliche Vorsorgemaßnahmen, die mit Sorgfalt geplant werden müssten, sei es dann zu spät. Der jetzt erst angekündigte Start der Bodenuntersuchungen zeige die Versäumnisse der bisherigen Landesregierungen und des Tagebaubetreibers in aller Deutlichkeit auf.

Die ÖDP fordert eine weitaus umfassendere Untersuchung der Risiken. Insbesondere sei das aus dem Rhein entnommene Wasser vor einer Einleitung in die Tagebaue zu klären und die Ewigkeitschemikalien PFAS aus dem einzuleitenden Wasser zu entfernen. Die PFAS verblieben ja dann nicht in den Gruben, sondern würden über das Grundwasser die angrenzenden Städte und Kreise gefährden.

 

Bildquelle: Symbolbild Pixabay_SatyaPrem

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