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Pressemitteilung

Über 28.000 Menschen fordern mit ÖDP-Petition Videoüberwachung in Schlachthöfen

Die ÖDP vom Niederrhein freut sich über das Ergebnis und hofft auf Umsetzung

(Düsseldorf/Mönchengladbach/Krefeld/Neuss) - Über 28.000 Unterschriften sammelte die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) mit ihrer Petition „Videoüberwachung in Schlachthöfen". Die Unterzeichner wollten besseren Schutz von Schlachttieren vor unnötiger Tierquälerei erreichen. Die Partei übergab diese Unterschriftenlisten nun an den Petitionsausschuss des Bundestags.

„Unsere Initiative war damit nicht nur erfolgreich", betont ÖDP vom Niederrhein, „die Forderungen müssen endlich in die Tat umgesetzt werden." Die Partei forderte

  • lückenlose Überwachung der tierschutzrelevanten Bereiche in Schlachthöfen mit Videokameras ein. Veterinärämter sollten die Aufnahmen stichprobenweise kontrollieren. „Dazu ist das Personal in den Ämtern bedarfsgerecht aufzustocken", so ÖDP vom Niederrhein.
  • achtsamen Umgang mit den Tieren von der Verladung über den Transport bis zur Betäubung und Schlachtung. Die derzeitigen Vorschriften reichten sichtbar nicht aus, um einen leidfreien Umgang mit den Tieren zu gewährleisten.

Mit diesen weitergehenden Forderungen der ÖDP stehe die Petition im Widerspruch zum ankündigten Gesetzentwurfs aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Der nämlich wolle nur eine Handvoll Großbetriebe überwachen. Betroffen wären dabei lediglich Schlachthöfe, die mindestens 1.000 Tiere wie Rinder oder Schweine im Jahr schlachten; bei Vögeln oder Kaninchen greife der Gesetzentwurf erst ab 150.000 Tieren. Laut WDR-Recherchen wären dadurch bundesweit gerade einmal 230 Schlachthöfe betroffen. Dabei gäbe es mehr als 1.100 Fleischverarbeiter im Land. Ein Grund mehr für die ÖDP, dagegen klar Position für die Tiere zu beziehen: „Sobald sie zur Schlachtung vom Hof transportiert werden, muss die Anlieferung und Schlachtung videoüberwacht werden", fordert die Partei. Als einzige Ausnahme köntne die Weideschlachtung bleiben.

 

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