Pressemitteilung
Zum Welttag der Seen - ÖDP schließt sich der Forderung nach Baustopp der Hambach-Pipeline an
Seen sind wertvolle Wasserspeicher, Lebensräume und unverzichtbar für Mensch und Natur. Der Welttag der Seen macht darauf aufmerksam, wie wichtig ihr Schutz ist. Was aber derzeit für den sogenannten „Hambach-See“ geplant ist, stelle gerade das Gegenteil des Schutzes der Gewässer dar, so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) vom Niederrhein.
(Düsseldorf/Neuss/Krefeld/ Mönchengladbach) - Seen sind wertvolle Wasserspeicher, Lebensräume und unverzichtbar für Mensch und Natur. Der Welttag der Seen macht darauf aufmerksam, wie wichtig ihr Schutz ist. Was aber derzeit für den sogenannten „Hambach-See“ geplant ist, stelle gerade das Gegenteil des Schutzes der Gewässer dar, so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) vom Niederrhein.
Derzeit würde eine Pipeline vom Rhein zur Hambach-Grube gebaut. Diese entnehme das Wasser aus dem Rhein ca. 2 km unterhalb der Einleitstelle im Chem-Park. In dieser gelangen neben anderen Schadstoffen auch „Ewigkeits-Chemikalien“ PFAS in den Rhein und werden dann durch die Pipeline in die Hambach-Grube gepumpt.
Das so umgeleitete Wasser gelange völlig ungeklärt in die Braunkohle-Grube. Es ist lediglich ein Rechen gegen grobe Fremdstoffe vorgesehen. Zum Füllen der Grube seien das 2,5-fache der Füllmenge der Grube erforderlich. Das Wasser werde ins umliegende Grundwasser versickern respektive dorthin unter dem Druck eines über 400 Meter tiefen Sees verpresst. Dies stelle ein unkalkulierbares Risiko für das Grundwasser dar, so die ÖDP.
Die Bevölkerung werde darüber hinaus durch bunte Bildchen über die geplante Realität getäuscht. Es entstehe gemäß der Planung mitnichten ein schöner See. Die mit Wasser gefüllte Grube bekomme eine 60 bis 65 Meter hohe Steilküste. Diese schränke den Zugang massiv ein. Auch ziehe die ÖDP die Stabilität dieser „Steilküste“ in Frage.
Der Klimawandel habe die Situation für diese Verfüllung der Abbaugrube deutlich verändert. Die ÖDP verlange daher eine Überprüfung der Planung, insbesondere eine erneute Begutachtung der Wasserqualität. Sie schließe sich den Umweltverbänden mit der Forderung nach einem Baustopp für die Hambach-Pipeline an. Es bestünde die Gefahr, dass später bei einem negativen Ergebnis der Überprüfung des Vorhabens die bereits gebaute Pipeline ins Feld geführt werde. „Wir brauchen echte Argumente, nicht Argumente die vorschnell in Beton gegossen wurden.“ so die ÖDP.
Symbolbild: Picabay_Elizabethayp
